Kleinste Dosis

Oft sind die Patienten gewohnt, dass ein Arzneimittel regelmässig und über längere Zeit eingenommen werden muss.

In der Homöopathie werden oft nur 3 - 5 Globuli abgegeben, die als eine einzelne Dosis eingenommen werden. Dann wird dem Mittel die nötige Zeit eingeräumt, um die Lebenskraft zu beeinflussen.

Leider höre ich immer wieder den Satz "nützt es nichts, so schadet es wenigstens nicht." Dieser weit verbreitete Irrtum hat schon manche homöopathische Behandlung unnötig in die Länge gezogen.

Wird das Mittel zu schnell wiederholt, kann es den Heilverlauf stören und der Therapiefluss kommt aus der Bahn. Besonders störend sind während einer Konstitutionsbehandlung andere, meist selbst verordnete und eingenommene homöopathische Mittel.

Wird ein homöopathisches Mittel zu oft eingenommen, kann dies dazu führen, dass der Patient eine "Arzneimittelprüfung" durchmacht.

Das heisst: Der Patient zeigt Symptome, die normalerweise mit dem entsprechenden Mittel behandelt werden.

Als kleines Beispiel: Sie nehmen wegen eines kleinen Unfalls (harmlose Schürfwunde) täglich 2- 3  x  Arnika ein. Je nach ihrer Empfindlichkeit werden Sie über kurz oder lang Symptome entwickeln, die durch dieses Mittel normalerweise behandelt werden. z.B. Angst vor Berührung, Zerschlagenheits- und starkes Wundgefühl, Schwindel beim Schliessen der Augen, Schmerzempfindung wird intensiver etc.